Igel (c) Igelzentrum Zürich

Natur-Initiative: Rettet die Zürcher Natur

Die Zürcher Naturvielfalt nimmt laufend ab. Deshalb verlangt die Natur-Initiative eine stärkeres Engagement für unsere Tiere und Pflanzen.

Der Zürcher Natur geht es schlecht

  • Der Igel verliert in der Stadt Zürich innert 25 Jahren 40 Prozent seines Lebensraums.
  • Im Kanton Zürich gibt es nur noch 240 Feldlerchen-Brutpaare statt 2'900 wie 1988.
  • Ein Drittel der Fundorte bedrohter Pflanzenarten erlischt innerhalb von 30 Jahren.
  • Die Qualität der Moore nimmt innerhalb von nur fünf Jahren bedenklich ab.
  • Innert 30 Jahren verschwinden drei Viertel der Fluginsekten aus Naturschutzgebieten.
  • 1988 gibt es im Kanton Zürich 1.25 Mio. Brutvögel, 2008 sind es weniger als 1.1 Mio. (-12%).
  • 400 km Bäche und Flüsse warten darauf, wieder als freie und lebendige Gewässer zu fliessen.
  • Die Bachforelle erlebt in den letzten Jahren einen Bestandeseinbruch von 85%.

Trauriges Fazit: Die natürliche Vielfalt im Kanton Zürich nimmt rasch und markant ab.

Jetzt ist Zeit zu handeln

Sowohl der Zürcher Regierungs- als auch der Kantonsrat anerkennen das Problem des Biodiversitätsverlusts. Eigentlich könnten sie es schon lange angehen – schon seit über 25 Jahren ist bekannt, wie wir der Zürcher Natur helfen können, und die Gesetze dazu sind auch vorhanden. Aber die Politik verweigert bisher das Geld, um die dringend notwendigen Massnahmen anzupacken.

Wir können unsere Natur retten

Die Natur-Initiative verlangt deshalb, dass der Kanton Zürich endlich genügend Mittel bereitstellen soll, um den Biodiversitätsverlust zu stoppen: Es braucht dringend Investitionen für mehr Blumen in den Wiesen, mehr natürliche Vielfalt in den Wäldern und im Siedlungsraum, lebendigere Bäche und Flüsse und vieles mehr.

Wo stehen wir?

Die Natur-Initiative wurde am 19. Juli 2018 mit 14'000 Unterschriften eingereicht und am 4. Oktober 2018 für gültig erklärt. Am 20. November 2019 präsentierte der Regierungsrat einen Gegenvorschlag zur Initiative, in dem er das grosse Problem zwar anerkennt, aber nicht ernsthaft lösen will. Am 3. September 2020 veröffentlicht die Kommission Planung und Bau des Kantonsrats ihren Kompromissvorschlag: Der Gegenvorschlag des Regierungsrats wird verbessert und stellt nach einer kurzen Übergangsfrist deutlich mehr Geld für die Natur zur Verfügung als bisher. Dieser Kompromiss ist breit abgestützt. Es darf deshalb damit gerechnet werden, dass der Kantonsrat ihm zustimmt; der Entscheid dürfte bis Ende 2020 fallen.

Falls der Kompromiss nicht mehr verändert wird, stellt das Initiativkomitee den Rückzug der Initiative in Aussicht. In diesem Fall gibt es nur dann eine Volksabstimmung, wenn gegen den Kantonsratsentscheid das Referendum ergriffen wird.

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