Wildert Barbara Leuthold
Zürich

Wildert: Vom Wasser lebt das Ried

Um die Jahrtausendwende drohte das Wildert auszutrocknen. Pro Natura Zürich und der Kanton Zürich regenerierten darauf das Moor in zwei Etappen.

Moorpflanzen sind auf einen feuchten bis nassen Boden angewiesen, hier fühlen sie sich im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen wohl. Wärmer und trockener werdende Sommer sind für sie ein Nachteil, weil mehr Wasser verdunstet und weniger nachkommt. Kommen dann noch wie im Wildert Entwässerungsgräben von früher dazu, wird es für sie kritisch.

In der ersten Moorregeneration 2003 im zentralen Bereich des Wildert dichteten wir deshalb mit Spundwänden im Boden die alten Gräben ab. Seither bleibt das Regenwasser viel besser im Gebiet, wovon insbesondere die spezialisierten Hochmoorpflanzen profitieren.

In der zweiten Moorregeneration 2023 im äusseren Teil des Wildert trugen wir die nährstoffreiche oberste Bodenschicht ab. Dadurch gedeihen alle Moorpflanzen besser: Erstens sind die meisten auf nährstoffarme Verhältnisse spezialisiert; zweitens mögen sie es, dass die Bodenoberfläche nun näher am Grundwasser liegt.

Es gibt einen markierten Weg durch das Gebiet, der das – für Zürcher Verhältnisse – relativ grosse Moor gut erlebbar macht. Das Wildert ist denn auch ein beliebtes Naherholungsgebiet, in dem es auch eine Feuerstelle hat.

Naturschutzgebietdetails

Anreise

Zug: Mit der S3 plus in den Stosszeiten der S19 bis Illnau, von dort 10-15 Minuten zu Fuss.
Auto: Es hat an der Usterstrasse einen Parkplatz.

Öffnungszeiten

Frei zugänglich